07.11.2026 – 07.02.2027
Alle Räder stehen still …, Schloss Britz, Berlin

07. November 2026 bis 07. Februar 2027
Alle Räder stehen still…
Vom Held der Arbeit zur Mitarbeiterin des Monats

Ausstellung im Schloss Britz


Medientechniker, Haus der Geschichte, 100×80 cm

Die Arbeitswelt befindet sich in einem unaufhaltbaren Umbruch.
Hatte die industrielle Revolution im Verlauf des 19. Jahrhunderts neue Berufsbilder geschaffen und wurden traditionelle Tätigkeiten insbesondere in der Landwirtschaft vielfach durch Arbeit in Fabriken verdrängt, so ist durch den Einfluss der digitalen Revolution erneut eine Veränderung der bislang herkömmlichen Berufe im Gange. Die Bilder von Arbeit sind also einer großen Veränderung unterworfen. In unseren Köpfen und in der bildenden Kunst.
Die Ausstellung im Schloss Britz beschäftigt sich nun mit der künstlerischen Darstellung von Arbeit seit der Gründerzeit bis in unsere Gegenwart.
Auf dem Höhepunkt der Industrialisierung formte sich nicht nur das Selbstbild der Arbeiterschaft – auch in der Kunst trat eine Dokumentation und selbstbewusste Zurschaustellung von arbeitenden Menschen neben repräsentative Gesellschaftsporträts, die zuvor meist prominente und wohlhabende Menschen klassisch ins Zentrum gestellt hatten: Bilder der Macht; die nun auf Menschen übertragen wurden, die von Herkunft, Einkommen und Biografie eher Repräsentanten einer Klasse darstellten als das Individuum. Dennoch zeugen die Bilder der Arbeitswelt von einem neuen Selbstbewusstsein und einer Identifikation mit dem eigenen Stand. Doch wie zeigt sich Selbstbewusstsein in einer Arbeitswelt, die von Vereinzelung (Soloselbständige), Fragmentierung der Arbeitsprozesse (Call-Center) und einem Dumping-Lohnsegment der Subunternehmer:innen geprägt ist. Wird das Ergebnis eigener Arbeit noch sichtbar und trägt es zum (Selbst)Bewusstsein noch bei?
In der Ausstellung lässt sich der Wandel der Zeitläufte gut nachvollziehen, wobei vor allem Aspekte der deutschen (Kunst)Geschichte und Gegenwartskunst zum Tragen kommen und veränderte Realitäten aufzeigen.

Eröffnung
Freitag, 6.11.2026, 18–21 Uhr
Schloss Britz
Alt-Britz 73
12359 Berlin

Beteiligte Künstler:innen

Historisch:
Hans Baluschek, Philipp Franck, Ruthild Hahne, Käthe Kollwitz, Stefan Moses, Heinrich Zille

Zeitgenössisch:
Ulrike Dornis, Fabian Heublein, Sybille Hofter, Gabriela Jolowicz, Jan Kummer, Rosa Loy, Irma Markulin, Roswitha Maul, Lilla von Puttkammer

Aktuell | Arbeiten | Biografisches | Kontakt

22. bis 23. Februar 2024
„Wir sind, was wir tun“, Maritim proArte Hotel, Berlin

Wir sind, was wir tun
Porträts aus der Arbeitswelt

22. bis 23. Februar 2024

14. HBS-Forum zum Arbeits- und Sozialrecht
https://www.hugo-sinzheimer-institut.de

Eröffnung
Donnerstag, den 22. Februar 2024, ab 10:30 Uhr

Maritim proArte Hotel Berlin
Friedrichstraße 151
10117 Berlin

Aktuell | Arbeiten | Biografisches | Kontakt

09. Dezember 2022 – 11. Februar 2023
„Wir sind, was wir tun“, Kulturhistorisches Museum, Wurzen

Wir sind, was wir tun
Porträts aus der Arbeitswelt

09. Dezember 2022 bis 11. Februar 2023

Waldarbeiter
Ralph
Fotografie, 80 x 60 cm, 2021

Vernissage
09. Dezember 2022 ab 17 Uhr
Mit musikalischer Begleitung von Rebecca Vehlow am Arkordeon.

Städtische Galerie „Am Markt“
Markt 1
04808 Wurzen

Öffnungszeiten
Mo, Di, Do | 13–18 Uhr
Mi | 9–12 Uhr & 13–18 Uhr
Sa | 9–12 Uhr

Arbeit bestimmt unser Leben. Wie wir sprechen, denken, uns bewegen – all das hängt damit zusammen, welchem Beruf, welcher Tätigkeit wir nachgehen. Die zunehmend hochorganisierte und hochspezialisierte Arbeitswelt wirkt prägend, sie spiegelt sich in unseren Gesichtern und Händen, Gesten und Reaktionen. Standesbewusstsein, Inhalte, Formen, Mittel und Kleidung der Arbeit ändern sich unablässig. Das lässt niemanden unberührt, die Veränderungen schreiben sich unserem Denken und Fühlen und auch unserem Angesicht, unserem Körper ein.
Der Leipziger Fotograf Fabian Heublein (*1986) setzt sich mit diesen Veränderungen schon seit mehreren Jahren künstlerisch auseinander, indem er Menschen an ihren Arbeitsplätzen porträtiert. Seine Fotografien weisen auf die sich wandelnden Beziehungen der Menschen zur Arbeit und auf ihr verändertes Selbstbild hin. Die unterschiedlichen Werkreihen lassen den Betrachter neue Haltungen in der Arbeitswelt entdecken, belegen aber ebenso die Beständigkeit oder das Verschwinden bestimmter Arbeitskulturen.

Beitrag MDR Kultur
https://www.mdr.de/kultur/ausstellungen/wurzen-fotografie-arbeitswelt-wandel-heublein-100.html

Mehr Informationen
Kulturhistorisches Museum mit Ringelnatz-Sammlung
Domgasse 2
04808 Wurzen

Instagram
https://www.instagram.com/museum_wurzen/

Facebook
https://www.facebook.com/KulturhistorischesMuseumWurzen/

Internet
https://www.kultur-wurzen.de/

Aktuell | Arbeiten | Biografisches | Kontakt