Warten

Sind wir nicht alle Wartende?
Die Sichten auf diese Frage, die an den Sinn menschlicher Existenz rührt, mögen ganz verschieden sein, eines ist zunächst gewiss, Warten gehört zu unserem Alltag. Wir alle warten. Und zwar ständig. Es gibt nur wenig Lebensäußerungen, mit denen wir uns häufiger beschäftigen. Wir warten an den Haltestellen. Wir sitzen in Wartezimmern. Wir warten auf den Kursbeginn – und auf das Kursende. Wir warten auf Freunde, auf Anrufe, auf Ideen. Wir warten.
Warten ist mehr als ein Ereignis, dem wir häufig ausgesetzt sind. Der wartende Mensch ist keine nichtssagende Erscheinung, keine temporäre tabula rasa. Vielmehr ist Warten eine Tätigkeitsform, in der wir, wie bei allen anderen Tätigkeiten, auf besondere Weise in unserer „Eigen-Art“ sichtbar werden. Warten kann zum Spiegel des menschlichen Selbst werden.

Warten – Paternoster

C-Prints auf Alu Dibond, 30 x 30 cm, 2008 – 2010

Warten – Rolltreppen

C-Prints auf Alu Dibond, 100 x 30 cm, 2008 – 2010

Warten – Laufbänder

C-Prints auf Alu Dibond, 30 x 100 cm, 2008 – 2010

Ausstellungen:
ASPIK, Werkschauhalle, Spinnerei Leipzig, 2010
art Karlsruhe 2013, Galerie Bode, Karlsruhe, 2013
Überlagerung, Galerie Irrgang Leipzig, Berlin, 2013

Aktuell | Arbeiten | Biografisches | Kontakt